Neues Eckpunkte-Papier zum Optimierten Heizanlagenmanagememt
Der Heizungsbetrieb sollte eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche und nachhaltige Wärmebereitstellung ermöglichen. Energieverschwendung gilt es zu vermeiden. Gezieltes Heizanlagenmanagement sorgt für Überwachung, Steuerung und Optimierung der entsprechenden technischen Systeme in Gebäuden. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Hier ist noch Luft nach oben! Deutschlands Immobilien verbrauchen ein Drittel der Endenergie. In 85 Prozent aller Gebäude arbeiten die Heizungen im Blindflug – ein Beleg für die Bedeutung dieses Themas.
Von Ende August bis Ende November 2025 widmete sich eine neue Pioniergruppe dem optimierten Heizanlagenmanagement. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch die EBZ Akademie, die EBZ Business School – University of Applied Sciences und die InWIS GmbH / InWIS Forschung & Beratung GmbH tauschten sich die Teilnehmenden über ihre bisherigen Erfahrungen aus und erarbeiteten praxistaugliche Strategien. Prof. Dr.-Ing. Viktor Grinewitschus, Prorektor für Forschung, Professur für Energiefragen der Immobilienwirtschaft, EBZ Business School, brachte seine Expertise ein. Inzwischen liegt der Abschlussbericht in Form eines Eckpunkte-Papiers vor.
Es zeigt zunächst die Probleme bei der Implementierung eines Heizanlagenmanagements in Bestandsgebäuden auf: von ineffizienten Einstellungen über fehlende Fachkenntnisse bis zur Komplexität der Systemkomponenten. Anschließend benennen die Vertreter:innen der Wohnungswirtschaft in der Pioniergruppe verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen zur Optimierung, inklusive jeweiliger Vor- und Nachteile. Ebenfalls interessant: die Erfahrungen der Teilnehmenden mit verschiedenen Ansätzen und Systemanbietern.
In Kapitel 5 wird der aktuelle Stand der Technik und die Chancen digitaler Lösungen für die Wohnungswirtschaft beleuchtet. Im Fokus standen Sensorik und IoT (Internet of Things), smarte Heizungssteuerung sowie Energiemonitoring. Außerdem erfahren Leser:innen des Papiers, wie sich das CO2-Kostenaufteilungsgesetz auf die #Heizkostenabrechnung im klassischen Geschäftsmodell auswirkt und was bei der Umlagefähigkeit von Monitoring-Kosten zu beachten ist. Die Rolle des Datenschutzes nach DSGVO sowie der Mieterschaft wurden ebenfalls erörtert. Schließlich kann das beste Monitoring-System nur valide Daten liefern, wenn die Mieter:innen entsprechend sensibilisiert wurden und die Maßnahmen akzeptieren.
Das Eckpunkte-Papier der Pioniergruppe „Optimiertes Heizanlagenmanagement“ steht IW.2050-Partnern im internen Website-Bereich als Download zur Verfügung: https://www.iw2050.de/partner-bereich/know-how/pioniergruppen/